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Fehlerkultur

Niemand macht gerne Fehler. Und keiner gibt sie unbedingt gerne zu.

Finanzielle Verluste, materielle Einbußen, Wut, Ärger, Enttäuschung, Angst vor Vorwürfen und
Konsequenzen, Schamgefühl, angekratztes Ego…was auch immer. Wer will so was schon?

Eigene Fehler einzugestehen ist nicht immer leicht.
Denn es bedeutet nicht nur, dass wir das, was wir tun hinterfragen, sondern auch uns selber immer
ein bissel in Frage stellen! Und das kann eben auch schon mal unangenehm werden
oder an Ego und Selbstwertgefühl nagen.

Fehlerlos um jeden Preis?
Beruflich oder auch privat Fehler um jeden Preis vermeiden oder mit allen Mitteln unter den Teppich kehren
zu wollen, erhöht nicht nur Druck und Stress – es nimmt die Chance für Weiterentwicklung und Wachstum.
Und manchmal empfinden wir Menschen Fehler von uns und anderen als
wesentlich schlimmer, als es der Fehler selber oft eigentlich war.

Fehler als Chance nutzen
Wer nicht gerade zu den krankhaften Narzissten gehört, die niemals Fehler eingestehen und immer
anderen die Schuld geben werden, sollte die Zeit lieber sinnvoller nutzen. Anstatt uns ewig über Fehler von
anderen zu ärgern oder gar andere für unsere Fehler verantwortlich zu machen, sollten wir besser
an den Schwächen arbeiten und die Stärken verbessern.
Was genau war der Fehler? Wie und warum ist er passiert? Wie können wir sicherstellen, dass es nicht
noch einmal vorkommt?  Und was müssen wir anders tun, um es künftig besser zu machen?

Fehler sind menschlich und gehören zum Leben dazu.
Statt sie aufs Übelste zu verurteilen, sollten wir uns und anderen auch einmal Fehler zugestehen.
Spätestens dann, wenn man den Fehler erkannt und daraus gelernt hat!
Jeder greift einmal daneben. Deswegen wird niemand ein schlechterer Mensch oder Mitarbeiter!