Die größten Motivationskiller für Ihre Mitarbeiter!

Mitarbeiter-Demotivation©Bild: Ch.Langer-Pueschel-shutterstock

Wie man sein Mitarbeiter garantiert demotiviert
(©Foto: Christine Langer-Pueschel-shutterstock)

Es gibt wenig, was Mitarbeiter mehr demotiviert als schlechte Führung. Wie Vorgesetzte die Motivation ihrer Mitarbeiter zerstören – und wie  Sie es besser machen können.

Motivationskiller „Unterforderung“

Wer seine Arbeit ohne Engagement erledigt, qualifiziert sich nicht gerade für anspruchsvolle Aufgaben. Aber wenn ein Mitarbeiter vermeintlich ohne Grund plötzlich unproduktiv wird, dann haken Sie ihn nicht gleich als desinteressiert oder gar faul ab. Fragen Sie sich erst einmal, ob Ihr Mitarbeiter nicht womöglich unterfordert ist und sich schlichtweg langweilt. Denn eine immer gleiche Routine ohne Herausforderung macht die engagiertesten Mitarbeiter auf Dauer unbeweglich und träge. 

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Sprechen Sie mit Ihrem Mitarbeiter. Prüfen Sie sein Jobprofil.

Überlegen Sie, welche anspruchsvollere Aufgabe er übernehmen könnte und welche Tätigkeiten er womöglich auch eigenverantwortlich erledigen darf.  Sie geben ihm nicht nur eine neue Herausforderung, sondern zeigen ihm gleichzeitig Wertschätzung und Vertrauen, was die meisten Menschen wieder anspornt besonders engagiert gute Leistung bringen zu wollen. Und nebenbei nimmt Ihnen dieser Mitarbeiter womöglich auch noch Arbeit ab, damit Sie mehr Freiraum haben.

Standard-Aufgaben um die sich keiner reißt, die aber gemacht werden müssen.

Sorgen Sie dafür, dass unliebsame Arbeiten nicht immer an denselben Mitarbeitern hängenbleiben und lassen Sie diese Aufgaben rotieren. Und wenn dies aufgrund einer geringen Personalkapazität nicht möglich ist: Ein Lob auch für solche Arbeiten wirkt Wunder und kostet Sie weder Zeit noch Geld! 

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Motivationskiller „Mangelnde Wertschätzung“

Gute Arbeit gilt als Selbstverständlichkeit. Die Mitarbeiter bekommen nun auch gutes Geld, damit sie eine entsprechende Leistung erbringen und gute Arbeit abliefern. Ja, das tun sie. Aber  „Ich hab‘ das Sagen, du hast zu gehorchen“ – dieser Führungsstil funktioniert heute nicht mehr. In einer Unternehmens- und Führungskultur bei der nur Fehler kommentiert werden aber die Mitarbeiter nie ein positives feedback erhalten, verliert die Belegschaft schnell die Lust an der Arbeit.  

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Es ist so einfach Mitarbeiter zu wertschätzen und sie damit zu motivieren.

Sammeln Sie Lob nicht bis zum nächsten Jahresgespräch, sondern äußern Sie es zeitnah .
Ein kleines „Danke“ oder ein freundliches „Das haben Sie gut gemacht“ hören viele Mitarbeiter viel zu selten.  Bauen Sie solche Worte in Ihre Führung ein. Sie kosten weder Geld noch Zeit aber können eine enorme Wirkung auf die Mitarbeiter haben! Zumindest wenn Sie es auch so meinen, denn Mitarbeiter merken sehr wohl ob es nur eine Floskel ist, zu der Sie sich selbst gezwungen haben.  Also bleiben Sie authentisch.

„das haben Sie gar nicht schlecht gemacht“

Sie wundern sich, warum Ihr Lob wenig Wirkung zeigt? Ganz einfach, weil Ihr Lob nicht als solches ankommt und nicht unbedingt Wertschätzung ausdrückt! Unterschätzen Sie nicht das Unterbewusstsein der Menschen! Denn dort landet häufig die Negation als erstes.  Wenn Sie also etwas positiv meinen, dann formulieren Sie es auch so.

Anerkennung ist auch dann angebracht, wenn die Arbeit in Ordnung war

und nicht nur bei absoluten Spitzenleistungen. Also einfach mal mehr loben! Und falls Sie zu den Menschen gehören, denen das schwerfällt: Üben Sie es! Wenn Sie sehen wie sich Mitarbeiter über solch eine Kleinigkeit freuen und welche positive Wirkung es meist nach sich zieht, wird es Ihnen irgendwann nicht mehr schwer fallen.  

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Motivationskiller „Fehlende oder falsche Informationen“

Viele Vorgesetzte gehen schlichtweg davon aus, dass es die Mitarbeiter nicht interessiert, wie die Firma da steht, welche Ziele verfolgt werden oder ob diese auch erreicht wurden. Und manche Chefs vertreten schlichtweg die Meinung, dass diese Themen die Mitarbeiter an der Front nichts anzugehen haben!

Sicherlich kann und sollte man nicht alle Informationen sofort und ungefiltert in die Fläche streuen. Gerade schlechte Nachrichten würden dann oft schnell unnötig für Unruhe sorgen. Die Mitarbeiter aber komplett auszuschließen oder zu spät einzubinden, halten wir für einen fatalen Fehler. Erfahrungsgemäß erfahren die Mitarbeiter die Neuigkeiten dann auf anderem Wege –  und halbseidener Buschfunk und Gerüchte können massiveren Schaden anrichten als, die Mitarbeiter selber und direkt zu informieren. 

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Mangelnde Information steht mit an vorderster Stelle wenn es um Unzufriedenheit und fehlende Bindung geht.

„Was mache ich hier eigentlich? Ist mein Arbeitsplatz sicher? Ist meine Arbeit wichtig und trage ich zum Unternehmenserfolg bei? Wird es überhaupt gesehen, was ich leiste? … “Egal in welcher Position. Fast jeden Mitarbeiter beschäftigen gewisse Fragen – auch wenn sie sie oft nicht äußern.  Erhalten sie von den Führungskräften keine Antworten, ist das Gift für die Motivation.

Es müssen keine täglichen Meetings sein, in denen die Mitarbeiter mit jeglichen Informationen vollgestopft werden.

Denn jedes Meeting geht am Ziel vorbei, wenn die Themen nicht passen. Aber reden Sie mit den Mitarbeitern und binden Sie sie ein. Halten Sie regelmäßige Besprechungen ab. Informieren Sie sie auch über vermeintlich unpopuläre Themen. Teilen Sie Ihre Ziele und Visionen mit und zeigen Sie ihre Leidenschaft für eine Sache. Sie helfen Ihrem Team damit nicht nur auf dem Laufenden zu bleiben und sich als Teil des Ganzen zu fühlen, Sie haben damit auch noch gute Chancen Ihre Leute mitzureißen und hinter Ihnen zu stehen.

Fragen Sie sich selber: Wer motiviert Sie mehr?

Jemand, der sie einbindet, ein gewisses Grundvertrauen in Sie steckt und Ihnen somit das Gefühl vermittelt wichtiger Teil für ein gemeinsames Gelingen zu sein – oder Jemand, der Sie über- oder sogar hintergeht, Ihnen das Gefühl gibt unwichtig zu sein und es ihn eh nicht interessiert was Sie leisten? Die Antwort darauf wird wohl in den meisten Fällen gleich ausfallen. Und zwar egal ob Sie an der Basis oder auf einem Chef-Sessel sitzen! 

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Motivationskiller „Bezahlung“

Geld steht nicht mehr an erster Stelle wenn es um die Mitarbeiterzufriedenheit im Ganzen geht. Und dennoch – haben Mitarbeiter das Gefühl, dass sie nicht gerecht entlohnt werden, werden sie unzufrieden und demotiviert. 

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Als ungerecht wird empfunden, wenn Kollegen innerhalb des Unternehmens –  aber auch Angestellte anderer Firmen in der Branche – für dieselbe Arbeit mehr Geld bekommen als sie selbst. Ganz gravierend wird es, wenn die Mitarbeiter den Eindruck haben, dass die Gehälter vom persönlichen Draht zum Chef abhängig sind.

Um Demotivation und Unruhe in der Belegschaft durch eine als falsch empfundene Gehaltspolitik einzudämmen, achten Sie auf marktübliche Gehälter, legen einheitliche Bewertungsmaßstäbe an und bezahlen leistungsgerecht.  

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Motivationskiller „Misstrauen“

Mitarbeiter merken sehr schnell wenn ihre Vorgesetzten Ihnen nicht vertrauen oder Ihnen auch etwas nicht zutrauen. Ständige Kontrollen und fehlende Handlungsspielräume lassen die Motivation der Mitarbeiter meist unweigerlich in den Keller sinken und jegliche Eigeninitiative schwinden.
Fragen Sie sich selbst: Wie oft oder wie lange würden Sie initiativ und engagiert tätig, wenn Sie trotz guter Leistung ständig mit Misstrauen Ihres Chefs konfrontiert würden oder der Ihnen immer wieder zweifelnde Blicke beschert, ob Sie denn wirklich etwas hinbekommen? Was wird sich eher einstellen? Motivation oder eher Resignation? 

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Sie müssen nicht das Zepter aus der Hand geben.  Und sollen das auch gar nicht!

Aber trauen Sie Ihren Mitarbeitern etwas zu! Geben Sie klare Anweisungen was Sie wie, wofür und bis wann haben wollen – und lassen Sie Ihre Mitarbeiter machen – und zwar ohne jeden Schritt zu kontrollieren und zu hinterfragen! Sie werden sich wundern, welche Leistungen das bei vielen Mitarbeitern erzeugt. Und wenn doch etwas schiefgeht, können Sie fast sicher sein, dass Sie rechtzeitig davon erfahren.

Denn ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter ist auch Basis für eine gesunde Fehlerkultur, in der Misserfolge als Chance verstanden werden, es beim nächsten Mal besser zu machen.   Nur wer seinen Mitarbeitern einen angemessenen Vertrauensvorschuss gibt, kann auch erwarten, dass sie ihm Vertrauen entgegenbringen!  

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Motivationskiller „Unberechenbarkeit“

Auch Chefs sind nur Menschen mit eigenen Sorgen und Gedanken. Und jeder Mensch hat auch mal schlechte Laune.  Diese mögen Ihre Leute Ihnen sogar verzeihen. Wenn Sie allerdings heute mit einem Scherz über eine bestimmte Situation hinweg gegangen sind, dann können Sie morgen nicht in gleicher oder ähnlicher Situation brüllend auf den Tisch hauen. Solch eine unkalkulierbare Wechselhaftigkeit verursacht definitiv Frust und Unsicherheit in der Belegschaft.

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Wichtig ist, dass Ihre Mitarbeiter verlässlich einschätzen können, wie Sie in bestimmten Situationen reagieren.

Denn das gibt ihnen Sicherheit. Bleiben Sie also authentisch! Sie müssen nicht den ganzen Tag lächelnd durch die Gegend rennen und die Mitarbeiter mit Samthandschuhen verhätscheln. Es gibt genügend knallharte Vorgesetzte, die zwar von ihren Mitarbeitern nicht unbedingt geliebt aber dennoch hochgradig geschätzt werden. Mitarbeiter verzeihen sehr wohl die ein oder andere Macke eines Vorgesetzten – wenn sie denn darauf vertrauen können, dass er nur das Beste will und ehrlich und fair ist.
Allerdings sollten Sie trotzdem schlechte Laune grundsätzlich nicht an Ihren Mitarbeitern auslassen – auch wenn dies oft nicht leicht ist.

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Motivationskiller „Falsche Versprechungen“

Oft machen Chefs Versprechungen, nur um ihre Mitarbeiter anzuspornen. Und gerade in großen komplexen Unternehmen machen viele Vorgesetzte Versprechungen, die sie womöglich selber auch gerne so umsetzen würden, haben aber die Rechnung leider ohne ihre übergeordneten Stellen gemacht.
Egal warum Versprechen und Zusagen sich später als heiße Luft herausstellen:  Der Chef hat verspielt! Das Vertrauen ist hinüber oder zumindest massivst angekratzt und eine Demotivation des Mitarbeiters ist die Folge.

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Überlegen Sie sich also sehr gut, ob sie ein Versprechen, welches Sie geben auch  einhalten können.

Und zwar bevor sie es aussprechen!  Locken Sie erst recht nicht mit Versprechen und Zusagen, die Sie gar nicht so meinen! Denn der kurzfristige Vorteil, den Sie sich damit vielleicht verschaffen wiegt den mittel- oder langfristigen Schaden in der Regel bei Weitem nicht auf!

Manchmal passiert es doch, dass man z.B. wegen eines unvorhersehbaren Zwischenfalls eine nach bestem Wissen und Gewissen gegebene Zusage doch nicht einhalten kann.  Zeigen Sie Rückgrat und sprechen Sie unverzüglich mit dem Mitarbeiter! Erklären Sie ihm Gründe und Sachverhalt! Und schieben Sie das nicht auf die lange Bank. Denn der Mitarbeiter hat sich unter Umständen fest auf Ihre Zusage verlassen und entsprechend damit geplant!
Natürlich wird das kein angenehmes Gespräch und das Vertrauensverhältnis wird womöglich auch einen „Knacks“ bekommen. Aber hier hilft nur Offenheit. 

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(Quellenangaben: Hartmut Laufer, Führungskräftetrainer & Leiter des  MENSOR Instituts für Managemententwicklung und systemische Organisationsberatung ; Angelika Unger, Impulse Medien GmbH )